Resolution zur Erweiterung des Flughafens der Industrie- und Handelskammer Limburg

Die Industrie- und Handelskammer Limburg fordert als Sprecherin der gewerblichen Wirtschaft im Landkreis Limburg-Weilburg den Ausbau des Flughafens Rhein-Main auf der Grundlage des Mediationspaketes. Der Flughafen braucht mehr Kapazität, um sich im harten europäischen und internationalen Wettbewerb der Flughäfen behaupten zu können.

Die Industrie- und Handelskammer Limburg fordert als Sprecherin der gewerblichen Wirtschaft im Landkreis Limburg-Weilburg den Ausbau des Flughafens Rhein-Main auf der Grundlage des Mediationspaketes.

Der Flughafen braucht mehr Kapazität, um sich im harten europäischen und internationalen Wettbewerb der Flughäfen behaupten zu können. Die Leistungsfähigkeit des Flughafens hat eine ganz entscheidende Bedeutung für die Entwicklung der Wirtschaft und der Arbeitsplätze – nicht nur im Rhein-Main-Ballungsgebiet, sondern auch für einen sehr viel größeren Raum, für den der Flughafen der entscheidende Infrastruktur-Faktor ist.

Die Bedeutung des Frankfurter Flughafens und die Notwendigkeit des Ausbaus ergeben sich aus seiner Funktion als Drehkreuz des Luftverkehrs. Die große Zahl innereuropäischer Zubringer-Dienste ermöglicht die Auslastung einer Vielzahl von interkontinentalen Verbindungen. Die Kapazität beider Streckentypen muss mindestens im Tempo des internationalen Luftverkehrs wachsen, damit der Flughafen für die Fluggesellschaften und die Passagiere attraktiv bleibt.

Der Flughafen ist der entscheidende Faktor für die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit des Rhein-Main-Gebietes. Fällt er im Wettbewerb zurück und übernimmt ein anderer europäischer Flughafen diese Drehkreuzfunktion, muss – auch nach den Ergebnissen der Mediationsumfrage – damit gerechnet werden, dass die Attraktivität für Neuansiedlungen von Unternehmen entscheidend sinkt und dass hier ansässige Unternehmen mittelfristig teilweise oder ganz an den neuen europäischen Spitzenflughafen verlagern.

Die gewerbliche Wirtschaft ist sich ihrer Verantwortung gegenüber den im Umfeld des Flughafens wohnenden Menschen bewusst. Zusätzliche Lärm- und Risikobelastungen müssen in akzeptablen Grenzen gehalten werden. Daher unterstützt die Wirtschaft in vollem Umfang die im Mediations-Paket sorgsam abgewogenen Vorschläge einschließlich des Nachtflugverbotes im vorgesehenen Rahmen. Die Auswahl der Bahnvariante muss entsprechend der geringsten Beeinträchtigung von Unternehmen und Bevölkerung getroffen werden.

Die Vollversammlung fordert alle beteiligten Interessengruppen auf, die fünf untrennbaren Bestandteile des Mediations-Paketes – Ausbau / Nachtflugverbot / Optimierung / Lärmpaket / Dialog-Forum - ohne Verzögerung umzusetzen.


Ebenfalls weiterzuverfolgen sind zur Entlastung des Flughafens Rhein-Main die Pläne zur verstärkten Kooperation mit dem Flughafen Hahn und eine optimale Vernetzung mit den Schienenwegen zwischen den innerdeutschen Flughäfen, insbesondere mit der ICE-Neubaustrecke Köln-Frankfurt.


Limburg, den 17.09.2002

Weitere Informationen: Lukas Kimel
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