Konjunkturpakete - die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

Das Bundeskabinett hat mit den Konjunkturprogrammen I und II eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft verabschiedet. Auch das Land Hessen investiert mit Hilfe eines Investitionsprogramms in den Jahren 2009 und 2010 zusätzlich 1,7 Mrd. Euro.

Das Bundeskabinett hat mit den Konjunkturprogrammen I und II eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft verabschiedet.


Auch das Land Hessen investiert mit Hilfe eines Investitionsprogramms in den Jahren 2009 und 2010 zusätzlich 1,7 Mrd. Euro.


Diese Seite bietet Ihnen eine Kurzübersicht über die für Unternehmen relevanten Maßnahmen dieser Programme. Für tiefergehende Fragen stehen Ihnen die Ansprechpartner in Ihrer IHK vor Ort zur Verfügung.

Kurzarbeit ist ein bewährtes Mittel zur Vermeidung von Kündigungen. Kurzarbeitergeld kann nun 18 statt 12 Monate bezogen werden. Wer wie Kurzarbeitergeld beantragen kann, wie die Kurzarbeit zur Qualifizierung der Mitarbeiter genutzt werden kann und welche Regeln für Auszubildende gelten erfahren Sie auf unserer Website.


Krisenprävention durch Runde Tische

Die Bundesregierung beabsichtigt das Budget für die Krisenprävention "Runder Tisch", die gemeinsam von KfW und IHK durchgeführt wird, deutlich aufzustocken. Der Runde Tisch richtet sich an Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Bei einem Unternehmenscheck identifizieren ausgewählte Berater Schwachstellen im Unternehmen und unterbreiten Lösungsvorschläge.


Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

ZIM - das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand Das ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für KMU und für mit diesen zusammenarbeitenden wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen. Mit dem Start am 1. Juli 2008 führte ZIM die bis dahin getrennten Förderansätze für FuE-Kooperationen und innovative Netzwerke nutzerfreundlich zusammen. Ab 2009 bietet ZIM deutlich erhöhte Förderquoten und -volumen für mittelständische Unternehmen und Forschungsinstitutionen, um den in der Wirtschaftskrise gewachsenen Finanzierungsbedarf für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Mittelstandes zu decken. Zwei wichtige Neuerungen auf einen Blick: Einzelbetriebliche FuE-Vorhaben werden nun in den Jahren 2009 und 2010 bundesweit gefördert. Darüber hinaus ist eine Ausweitung auf Unternehmen bis 1000 Beschäftigte angestrebt. Dies bedarf allerdings noch der der Zustimmung (Notifizierung) durch die Europäische Kommission.


KfW-Sonderprogramm 2009

Im KfW-Sonderprogramm 2009 werden Kredite zu Marktkonditionen insbesondere an mittelständische Unternehmen zur mittel- und langfristigen Finanzierung von Vorhaben in Deutschland vergeben. Bei der Finanzierung von Investitionen stellt die KfW die durchleitenden Banken bis zu 90 % von der Haftung frei und trägt somit den überwiegenden Teil des Kreditrisikos. Analog zum KfW-Sonderprogramm 2009 wird ein Kreditprogramm für größere Unternehmen aufgelegt. Details hierzu sind noch nicht bekannt.


Kredit- und Bürgschaftsprogramm

Um die Kreditversorgung der Wirtschaft weiter zu sichern, hat die Bundesregierung zusätzliche Maßnahmen beschlossen. Und sie hat bereits bestehende Möglichkeiten, etwa durch die KfW-Programme, ausgeweitet. Konkret sind das:

  • Flexiblere Konditionen beim KfW-Sonderprogramm 2009 für den Mittelstand. Damit wird unter anderem die Finanzierung von Projekten und Betriebsmitteln gefördert.
  • Initiierung eines KfW-Kreditprogramms für größere Unternehmen (entsprechend zum KfW-Sonderprogramm 2009).
  • Bessere Nutzung und Ausbau der bereits bestehenden inländischen Bürgschaftsinstrumente für die Kreditversorgung von Unternehmen.
  • Prüfung zusätzlicher neuer Bürgschaftsinstrumente, die die Unternehmensfremdfinanzierung sichern sollen. Gestützt werden sollen dadurch vor allem die Finanzierungssituation von etwa Kreditversicherern, Leasinggesellschaften und Factoring-Gesellschaften.


Zusätzlich zu den 15 Milliarden Euro für das bereits bestehende KfW-Sonderprogramm Mittelstand, werden damit weitere 100 Milliarden Euro bereit gestellt.


Unternehmen können die Förderung bereits ab Mitte März 2009 bei der KfW-Bank beantragen. Merkblätter und Infos zu Voraussetzungen/Konditionen stehen auf der Internetseite.


Weitere Infos: Kredit- und Bürgschaftsprogramm


Weitere Infos: Eckwerte für die bessere Nutzung und Ausweitung des inländischen Bürgschaftsinstrumentariums


Weitere Infos: KfW-Förderprogramme 


Sonderprogramm Betriebsmittelbürgschaften für Hessen

Hessische Unternehmen können über das „Sonderprogramm für Betriebsmittelbürgschaften“ erstklassige Sicherheiten bekommen, um ihre Liquidität zu stabilisieren. Zielgruppe sind vor allem von der Finanzmarktkrise betroffene kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere der Automobilzulieferbranche. Unternehmen können Betriebsmittelkredite bis zu 80 Prozent der Kreditsumme besichern lassen. Die Bürgschaft kann bis zu eine Million Euro betragen. Für eine rasche Antragsbearbeitung sorgt die Bürgschaftsbank Hessen.


Neben dem KfW-Sonderprogramm und den Betriebsmittelbürgschaften für Hessen gibt es noch eine Reihe weiterer Förderungsinstrumente.


Verbesserung der Exportfinanzierung

Die Bundesregierung erhöht bei den Avalgarantien den maximalen Garantiebetrag von bisher 80 Mio. Euro pro Unternehmen auf 300 Mio. Euro. Bei der Lieferantenkreditdeckung (Exporteur stellt selbst die Finanzierung) kann auf Antrag des Exporteurs sein Selbstbehalt gegen Zahlung eines Prämienaufschlags von derzeit 15% auf 5% abgesenkt werden. Außerdem plant die Bundesregierung das Produkt der Finanzkreditdeckung auf Akkreditivbestätigungen auszuweiten. Diese Maßnahmen gelten befristet bis Ende 2010. Weitere Infos: www.agaportal.de 


Investitionen der öffentlichen Hand (Bildung, Infrastruktur)

Die Bundesregierung stellt zusätzliche Mittel bereit, um die Infrastruktur auszubauen. Davon profitieren zum Beispiel Bauunternehmen. Sie können sich um öffentliche Aufträge bewerben. Investitionen in Infrastruktur: Der Bund stellt zusätzlich vier Milliarden Euro für Infrastruktur bereit. Weitere zehn Milliarden Euro gehen im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms in die Städte und Gemeinden.

Die Bundesregierung will auch für den Städtebau, Lärmschutz, Krankenhäuser und andere öffentliche Gebäude Geld zur Verfügung stellen. Sie will Straßen, Schienen und Wasserstraßen ausbauen und erneuern.

Alle öffentlichen Beschaffungsmaßnahmen in Hessen: Hessische Auftragsdatenbank 


Degressive Abschreibung und Sonderabschreibungen für KMUs 

Degressive Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens i. H. v. 25 % Die Bundesregierung hat zum 1. Januar 2009 eine degressive Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wiedereingeführt. Die Möglichkeit, diese Abschreibung zu nutzen, gilt zeitlich befristet für zwei Jahre. Die maximale Höhe beträgt 25 Prozent.


Die Besonderheit der degressiven Abschreibung besteht darin, dass der Abschreibungsbetrag im ersten Jahr am höchsten ist und sich schrittweise mit jedem Folgejahr verringert. Für Unternehmen lohnen sich Investitionen also besonders in den Jahren 2009 und 2010, weil vor allem im ersten Jahr der Anschaffung der Gewinn - falls vorhanden - verringert wird und dadurch weniger Steuern zu zahlen sind.


Sonderabschreibungen für kleinere und mittlere Unternehmen Mit dieser Maßnahme wird die Grenze für Betriebsvermögen, die im Fall bilanzierender Unternehmen für die Inanspruchnahme der Sonderabschreibung maßgeblich ist, um 100.000 € auf 335.000 € angehoben. Für Unternehmen, die keine Bilanz aufstellen (sog. "Einnahme-Überschuss-Rechner"), ist der Gewinn maßgeblich. Diese Grenze wird ebenfalls um 100.000 € auf 200.000 € erhöht.


Sonderabschreibungen können in Höhe von 20 % für ein Wirtschaftsgut in dem Jahr in Anspruch genommen werden, in dem es angeschafft oder hergestellt wird. Alternativ kann die 20 %ige Abschreibung über einen 5-Jahreszeitraum verteilt werden. Die Sonderabschreibung ist zusätzlich zur parallel eingeführten degressiven Abschreibung möglich. Das bedeutet, dass im ersten Jahr bis zu 45 % abgeschrieben werden können.


Förderungen im Bereich Energieeffizienz

Die ständig steigenden Energiepreise zwingen die Unternehmen zur Einsparung von Energie und zu effizienter Nutzung. Das Energieeffizienzprogramm der Bundesregierung wird von den IHKs unterstützt. Die größten Einsparerfolge mit entsprechenden Klimaschutzeffekten sind im Gebäudebereich erzielbar.

Pressemeldungen
08.02.2017 Kooperation zwischen Schulen und Betrieben nicht gefährden

Die Novelle des Schulgesetzes stärkt die Berufs- und Studienorientierung an hessischen Schulen, droht aber die bestehenden erfolgreichen Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen zu gefährden.

30.01.2017 Hessische Wirtschaft startet kraftvoll in das neue Jahr

Das Jahr 2016 zeichnete sich in Hessen durch eine solide Wirtschaftslage sowie einen stabilen Arbeitsmarkt aus. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass sich diese Entwicklung auch im ersten Quartal des neuen Jahres fortsetzt.

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DIHK-Thema der Woche
09.02.2017:
Konjunktur und Zuwanderung führen zu Rekordbeschäftigung – an Fachkräften mangelt es Lesen Sie hier mehr
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