Fachkräftenachwuchs für Hessen - Standpunkte

Bildungspolitischer Ausblick Landtagswahl: Im Vorfeld der Landtagswahl wurde am 15. August in der IHK Frankfurt mit den bildungspolitischen Sprechern der im Landtag vertretenen Parteien diskutiert.

Podiumsdiskussion
 

Ziel der Podiumsdiskussion "Fachkräftenachwuchs für Hessen - was tut die Politik nach der Landtagswahl?" war es Vertreter der Landtagsparteien zu Maßnahmen des aufkommenden Fachkräftemangels zu befragen. Interviewt vom HR-info-Redakteur Werner Schlierike verdeutlichten Hugo Klein (CDU), Mario Döweling (FDP), Heike Habermann (SPD), Mathias Wagner (Grüne) und Janine Wissler (Linke) ihre Standpunkte.

 

Sie reagierten auf Forderungen, die der Vizepräsident der IHK Offenbach, Hans-Joachim Giegerich stellvertretend für die IHK-Unternehmen Hessens aufgestellt hatte. Da der Nachwuchs in einem Unternehmen zu 90 Prozent aus dem beruflichen und nicht aus dem akademischen Bereich komme, fordere er von der hessischen Wirtschafts- und Bildungspolitik, dass die Attraktivität der dualen Berufsausbildung deutlich ausgebaut werde, betonte Giegerich. Die hessische Wirtschaft erwarte, dass die Landespolitik die Ausbildungsreife der Schulabgänger stärker in den Fokus nehme. „Stärken Sie die Ausbildungs- und Studienreife der jungen Menschen, insbesondere durch eine intensivere Berufsvorbereitung an den allgemeinbildenden Schulen. Dann erweist sich so manches staatlich finanzierte Berufseinstiegsprogramm als überflüssig“, forderte Giegerich die Vertreter der Fraktionen im Hessischen Landtag auf.

 

Podiumsdiskussion Präsident
 

Bei dieser Forderung stieß er bei CDU, FDP, SPD und den Grünen auf offene Ohren: Sie sehen die frühzeitige Berufsorientierung in den Schulen als unabdingbar an, um den Bezug von  Schülern und Schülerinnen zur Arbeitswelt und Vielfalt der Berufe zu stärken. Durch Kooperationen mit Unternehmen und ehemaligen Schülern soll die Berufsorientierung unterstützt und durch einen höheren Anreiz der Ausbildungsberufe gefördert werden. Die Linke sieht in diesem Kontext nicht die Schulen im Verzug, sondern die Unternehmen, die durch einen Anstieg der Ausbildungsplätze den Mangel verhindern könnten.

Bei dem Thema Übergangssysteme zwischen Schule und Ausbildung sind sich CDU, SPD und die Grünen einig, diese zu verkürzen und mit einer bessern Beratung effektiver zu gestalten. Der FDP-Sprecher sieht es als Ziel, die Übergangssysteme überflüssig zu machen. Die Sprecherin der Linke bezeichnet Übergangssysteme als verlorene Jahre, die durch bessere Verteilungen der Ausbildungen und umfangreichere Ausbildungsangebote, auch innerhalb der Kommunen, vermieden werden könnten.

 

Podiumsdiskussion Moderation
 

CDU, SPD, FDP und die Grünen sind der Meinung, dass Schulen mehr Selbstständigkeit zugesprochen werden sollte, vor allem bei der Budgetierung und Entscheidungsspielräumen. So sollen regionale Kooperationen gefördert und ein Qualitätszuwachs erlangt werden. Die Linke sieht dieses Vorhaben als Verbetrieblichung der Schulen, wodurch eine Scheinautonomie entstehe.

SPD und FDP möchten Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund besser fördern, damit die Sprache kein Hindernis bei der Berufswahl darstelle. Die Grünen wünschen sich dies für alle schwächeren Schüler, um eine Chancengleichheit zu gewährleisten. Die CDU fordert mehr Lehrer an den Schulen, trotz demographischen Wandels, damit eine individuelle Förderung aller Schüler entstehen kann. Die Linke fordert eine Ausbildungsumlage der Unternehmen um KMUs zu unterstützen und einen gezielten Anreiz zur Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen zu geben.

Pressemeldungen
26.06.2017 Jugendliche gemeinsam auf den richtigen Berufsweg begleiten: Zukunft der Berufs- und Studienorientierung in Hessen

170 Teilnehmer aus den Bereichen Schule, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten am 23. Juni 2017 beim „Zukunftsforum BSO Hessen“ – BSO steht für Berufs- und Studienorientierung – der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) mit dem hessischen Kultusminister Dr. R. Alexander Lorz in der IHK Darmstadt über die Zukunft der Berufs- und Studienorientierung in Hessen.

20.06.2017 Hessischer Exportpreis 2017
Drei Unternehmen ausgezeichnet

Am Abend des 20. Juni 2017 wurde das Geheimnis gelüftet: die Gewinner des Hessischen Exportpreises 2017 sind HP Velotechnik OHG aus Kriftel, A+W Software GmbH aus Pohlheim sowie das Bad Nauheimer Unternehmen MICROBOX GmbH.

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