Bündnis für Ausbildung in Hessen

Der Hessische Ausbildungspakt ist Ende 2012 zu Ende gegangen. Als Nachfolgevereinbarung haben die Bündnispartner, das Land Hessen, die Regionaldirektion Hessen der Agentur für Arbeit, die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände, die hessischen Handwerks- sowie die Industrie- und Handelskammern, der Verband Freier Berufe in Hessen, der Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen, der Hessische Landkreistag, der Hessische Städtetag und der Hessische Städte- und Gemeindebund am 3. März 2015 das neue Bündnis für Ausbildung unterzeichnet.

Das Bündnis für Ausbildung läuft von 2015 bis 2019. Diese Verabredung folgt auf den Ausbildungspakt, der sich vor allem um die Steigerung von Ausbildungsangeboten drehte. Der neue Name soll die neue Ausrichtung aufzeigen: Es geht nicht mehr nur um quantitative Versprechen, sondern um qualitative Herausforderungen.

 

In den nächsten Jahren wird die Herausforderung für die Unternehmen zunehmen, genügend Fachkräfte im beruflichen Bereich zu finden. Daher wächst die Bedeutung der Qualität der gebotenen Ausbildung. Nur Unternehmen, die eine gute Ausbildung bieten, werden in Zukunft genügend geeignete Bewerberinnen und Bewerber finden. Erstmals beteiligt sich auch der DGB am Bündnis, erstmals sollen die Aktivitäten konkret mit Kennzahlen unterlegt und dann auf ihren Erfolg hin gemessen werden.

 

Zu folgenden Themen sind zahlreiche Einzelmaßnahmen verabredet:

  • Gleichwertigkeit dualer und akademischer Bildung
  • Steigerung der Qualität und Attraktivität der Ausbildung
  • Stärkung der Berufsschule
  • Berufs- und Studienorientierung für Schüler und Lehrkräfte in allen Schulformen
  • Duales Studium
  • Nachholen von Berufsabschlüssen

 

Die IHKs tragen u.a. folgendes bei:

  • Landesweiter Informationstag für Eltern am 21.11.2015
  • Projektbüro Berufs- und Studienorientierung und hessisches Gütesiegel
  • Initiative zur Identifikation von Studienabbrechern
  • Unterstützung des Projekts zur Begleitung potenzieller Ausbildungsabbrecher
  • Regelmäßige Workshops für Ausbilder und Prüfer zur Steigerung der Ausbildungsqualität
  • Qualitätsversprechen von Ausbildungsunternehmen in der Gastronomie
  • Einführung von Zusatzqualifikationen

 

Gemeinsam mit anderen Wirtschaftsorganisationen:

  • 1500 mehr bei den Arbeitsagenturen gemeldete Ausbildungsplätze
  • 1500 Plätze für Einstiegsqualifizierung
  • Benennung der Kontaktdaten der Ausbildungsberater gegenüber dem Auszubildenden
  • Mehr Praktikumsplätze für Schüler

 

Bündnis für Ausbildung in Hessen: Bündnispapier

Bündnis für Ausbildung in Hessen: Maßnahmenkatalog 2015-2019


 

 

Das Deutsche Sprachdiplom I PRO - Die „sprachliche Eintrittskarte“ in die duale Ausbildung

 

Das Beherrschen der deutschen Sprache ist für Zugewanderte und Geflüchtete nicht nur die Grundlage für den Bildungserfolg und damit Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und einen eigenständigen Alltag, sondern auch für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene, die eine duale Ausbildung beginnen möchten, sind ausreichend gute Deutschkenntnisse sowie ein berufsorientierter Sprachgebrauch von elementarer Wichtigkeit, damit sie der Kommunikation im Betrieb und dem Unterricht der Berufsschule folgen können.

 

Ein Instrument, das die deutschen Sprachkenntnisse gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) weltweit bescheinigt, ist das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz.

 

In Hessen wird bereits seit dem Schuljahr 2102/13 das DSD I (Niveau A2/B1) an allgemeinbildenden Schulen mit Deutschintensivklassen erfolgreich durchgeführt und hat sich seither als Instrument der Evaluation und Qualitätssicherung bewährt. Hessen hat seit Einführung des Deutschen Sprachdiploms im Schuljahr 2012/13 im Inland eine Vorreiterrolle.

 

Die neue berufsbezogene Variante DSD I PRO wurde im vergangenen Schuljahr 2016/17 zum ersten Mal an beruflichen Schulen mit Intensivklassen (InteA-Klassen) angeboten. 759 Schülerinnen und Schüler der Intensivklassen an beruflichen Schulen haben im ersten Durchlauf am Deutschen Sprachdiplom DSD I PRO teilgenommen und 71% von ihnen ein A2- oder B1-Diplom erhalten.

 

Das DSD I PRO richtet sich an jugendliche Flüchtlinge und Zuwanderer, die eine berufliche Ausbildung anstreben oder sich in einer solchen befinden. Der berufsbezogene Aspekt, der sich auf allgemeine berufliche Themen bezieht, bestimmt den Inhalt jeder geprüften Fertigkeit. Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen sind die vier Prüfungsteile, die gleichwertig gewichtet sind.

 

Besonders potenzielle Arbeitgeber sind daran interessiert, die deutschen Sprachkenntnisse Zugewanderter vor einer möglichen Einstellung einschätzen zu können. Das DSD I PRO bietet hierzu eine Möglichkeit.

 

Deshalb empfehlen auch die Partner des Bündnisses Ausbildung Hessen in ihrer Zusatzerklärung vom 21. April 2017 den Ausbildungsbetrieben die Anerkennung des DSD I PRO als Nachweis über ausreichende Sprachkenntnisse für die Aufnahme junger geflüchteter Menschen sowie Zuwanderer in die duale Ausbildung.

 

Auf diese Weise wird das Deutsche Sprachdiplom DSD I PRO für jugendliche Flüchtlinge und Zuwanderer gewissermaßen die „sprachliche Eintrittskarte“ in die duale Ausbildung.

 

Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern im Rahmen der beruflichen Ausbildung - Zusatzerklärung zum Bündnis für Ausbildung Hessen für die Jahre 2015 bis 2019

Weitere Informationen: Dr. Brigitte Scheuerle
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