Erster Platz für deutsche Auslandsberufsschule in Madrid
Von Hessen unterstützt

Großer Erfolg für die deutsche Auslandsberufsschule FEDA Madrid. Beim 6. IHK-Wettbewerb für deutsche Auslandsschulen 2017/18 belegte sie am 15. Mai 2018 in Berlin den ersten Platz.: „Die hessischen Industrie- und Handelskammern finanzieren den Wettbewerb mit. Die Schule in Madrid wird vom hessischen Kultusministerium unterstützt, es entsendet den Schulleiter, einen Berufsschullehrer im hessischen Schuldienst: Zwei Gründe, weshalb wir uns über diesen tollen Erfolg mitfreuen“, sagte Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

In Kooperation mit deutschen und auch spanischen Unternehmen sowie Berufsschulen und Regierungsinstitutionen habe die FEDA Madrid erfolgreich arbeitslose spanische Jugendliche und ungelernte Arbeitskräfte ohne Deutschkenntnisse, teilweise auch aus bildungsfernen Familien, in eine qualitativ hochwertige duale Ausbildung mit guten Beschäftigungsaussichten gebracht. „Denn trotz hoher Arbeitslosigkeit, insbesondere Jugendarbeitslosigkeit, fehlt es den Betrieben vor Ort an Fachkräften, da Spanien traditionell eher auf akademische als auf berufliche und betriebliche Ausbildung setzt“, erklärte Flammer.

 

Durch ihre duale „Expansionstätigkeit“ sei die FEDA inzwischen zu einem innovativen Kompetenzzentrum für duale Ausbildungsgänge geworden und diene auch spanischen Institutionen als Modellschule. Innerhalb des deutschen Auslandsschulwesens habe die FEDA die einzigartige Innovation geschaffen, neben kaufmännischen Berufen auch im gewerblich-technischen Bereich und im Hotelsektor auszubilden.

 

Christoph Weissbach ist der vom Land Hessen entsandte FEDA-Lehrer: „Ich freue mich sehr über unseren Erfolg. Wir unterhalten auch Kontakte zu Berufsschulen in Hessen: Im Rahmen einer Studienfahrt von Auszubildenden nach Hessen wurden zum Beispiel Projekttage an der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg veranstaltet. Im Gegenzug dazu hat eine Schülergruppe dieser Berufsschule an einem Business-Wettbewerb teilgenommen, der von der FEDA Madrid und der Auslandshandelskammer (AHK) Spanien in Madrid veranstaltet wurde.“
Auslandsberufsschule Madrid
Den Scheck über das Preisgeld von 60.000 Euro erhielt FEDA-Schulleiter Ingo Winter (3.v.l.) und seine Schul-Delegation in Berlin von DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben (l.), DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer (2.v.l.) und DIHK-Ehrenpräsidenten Ludwig Georg Braun (r.). © DIHK

Das Preisgeld in Höhe von 60.000 Euro will die FEDA nach eigenen Angaben für die Qualitätssteigerung der Infrastruktur der Hotelfachleuteausbildung an der Außenstelle Teneriffa verwenden.

 

Der IHK-Auslandsschulpreis steht seit 2007 unter der Schirmherrschaft des Bundesaußenministers. Für den Wettbewerb des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin sollten innovative Schulprojekte und Konzepte eingereicht werden, wobei thematisch und methodisch nahezu keine Grenzen gesetzt wurden. Insgesamt gingen 50 Beiträge ein. Zum Vergleich: Beim 5. IHK-Auslandsschulwettbewerb 2015/16 waren es 43.

 

Derzeit gibt es laut DIHK 140 deutsche Auslandsschulen in 71 Ländern mit rund. 18.000 deutschen und etwa. 60.000 einheimischen Kindern. Die Absolventen seien gut gerüstet, als künftige Fach- und Führungskräfte für deutsche Unternehmen im In- und Ausland zu arbeiten. Gleichzeitig sicherten diese Schulen auch weltweit die Schulversorgung für die Kinder von Entsandtkräften der deutschen Wirtschaft.

Weitere Informationen: Klaus Linke
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