Hessens Wirtschaft:
Rekordverdächtiger Start ins neue Jahr

Die hessische Wirtschaft startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Dies ergibt die aktuelle Konjunkturumfrage des Hessischen Industrie- und Handelskammer-tages (HIHK). Allerdings ist der hessische Einzelhandel vom rollenden Kon-junkturzug abgekoppelt.

HIHK-Präsident Eberhard Flammer: „Die Unternehmen in Hessen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage zum Jahresbeginn so gut wie noch nie seit Beginn der Erhebung in 2002.“ Insgesamt kann der Klimaindex der hessischen Unternehmen um fünf auf 130 Punkte zulegen. Knapp mehr als jeder zweite Betrieb berichtet von guten Geschäftsergebnissen, weitere 42 Prozent zeigen sich zufrieden.

 

Auch die Erwartungen für die zukünftigen Geschäftsmonate sind überdurchschnittlich hoch: Während 64 Prozent der Unternehmen eine Fortsetzung der guten Konjunktur erwarten, rechnen 26 Prozent mit noch besseren Geschäftsperspektiven. Der Investitionssaldo erreicht mit 17 Punkten sein Allzeithoch und auch die Beschäftigungsdynamik verliert nicht an Schwung. „Vor allem die Großhändler, Industrieunternehmen sowie unternehmensbezogenen Dienstleister planen, deutlich mehr Personal einzustellen“, sagte der Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages. Während 64 Prozent der Unternehmen die Personalpläne unverändert lassen, plant ein Viertel der Betriebe Neueinstellunen.

 

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten hessischer Unternehmen erfordert Kapazitätserweiterungen. Das Investitionsniveau steigt in Hessen auf ein Allzeithoch. Im Vergleich zur Vorumfrage hat der Investitionssaldo weiter um vier auf 17 Punkte zugelegt. „Die hessischen Exporteure profitieren von der Belebung des Welthandels“, erläuterte Eberhard Flammer, „nur noch zehn Prozent rechnen mit sinkenden Ausfuhren, während 55 Prozent von konstanten und 35 Prozent sogar von steigenden Exportzahlen ausgehen.“

 

Der Einzelhandel hate als einzige Branche Rückgänge in der Entwicklung des Klimaindikators zu verbuchen. Der Klimaindex ist  um fünf auf 106 Punkte gesunken. „15 Prozent der Einzelhändler gehen zwar von steigenden Umsätzen aus, 19 Prozent rechnen allerdings mit einer negativen Geschäftsentwicklung“, verdeutlichte der HIHK-Präsident.  Auch seien keine spürbaren Investitionsimpulse zu erwarten: Die Anzahl der Händler, die das Investitionsniveau anheben beziehungsweise verringern möchten, hielten sich die Waage. Flammer: „Der Onlinehandel macht dem stationären Handel zunehmend zu schaffen und mehr als die Hälfte sorgt sich davor, dass die bislang hohe Konsumnachfrage einbrechen könnte.“ Trotz aller Herausforderungen: 18 Prozent der Unternehmen möchten zusätzliches Personal einstellen, weitere 70 Prozent gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus.“

 

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf die klassischen Vertriebsstrategien und eröffnet Möglichkeiten zum Ausbau des Vertriebserfolgs in digitalen Medien. Bislang nutzen 30 Prozent der Einzelhändler und 31 Prozent der Großhändler in Hessen digitale Vertriebskanäle, wie etwa Online-Shops oder Plattformen. Insbesondere kleine Läden mit unter 20 Beschäftigten vertreiben ihre Produkte ausschließlich stationär. Nur knapp jeder vierte Händler dieser Größenordnung bietet seine Produkte auch online an. „Händler, die digitale Vertriebskanäle nutzen, berichten im Schnitt von besser laufenden Geschäften“, erklärte Flammer. 40 Prozent der Händler ohne und 45 Prozent mit Online-Handel berichten aktuell von guten Geschäftsergebnissen. Auch die Erwartungen der Händler, die digitale Vertriebskanäle nutzen, übertreffen die der stationären Händler.

 

Die komplette HIHK-Konjunkturumfrage steht unter www.ihk-hessen.de zum Herunterladen bereit.

Weitere Informationen: Klaus Linke
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