Jahreskonferenz „Design to Business“ in Wiesbaden
Neue Wege zu Innovation und Wertschöpfung

Rund 250 Gäste kamen am 12. Dezember 2017 nach Wiesbaden in das „Kulturzentrum Schlachthof“ zur 4. Jahreskonferenz des hessenweiten Unternehmernetzwerks „Design to Business“. Schirmherr des Netzwerks ist Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Koordiniert wird es von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main.

In seinem Grußwort betonte Al-Wazir: „Umsätze und Beschäftigung in der hessischen Kreativwirtschaft wachsen, die Einbrüche aus der Zeit der Finanzkrise sind kompensiert, die Perspektiven sind gut. 122.000 Hessinnen und Hessen arbeiten in den Kreativbranchen und erwirtschaften einen Jahresumsatz von über zwölf Milliarden Euro. Aber nicht allein deshalb ist mir die Kreativbranche wichtig, sondern vor allem, weil sie anderen Wirtschaftszweigen Impulse gibt. Gute Gestaltung ist kein ästhetischer Schnörkel, sondern ein handfester Wettbewerbsvorteil.“

 

In einer Talkrunde diskutierten Al-Wazir, Offenbachs IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller, Wiesbadens Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel sowie der Vorsitzende des Kreativwirtschaftsausschusses der IHK Wiesbaden, Stephan Fink, über die zunehmende Bedeutung von Design- und Kreativunternehmen für Hessens Wirtschaft.

 

Ein Schwerpunktthema der Veranstaltung war die Digitalisierung. Schoder-Steinmüller machte deutlich: „Dahinter verbergen sich zahlreiche unternehmerische Herausforderungen. Viele Prozesse zwischen Lieferanten, Kunden, Mitarbeitern sowie auch zwischen Mensch und Maschine sind betroffen. Altbekannte Denkmuster müssen hinterfragt werden, schnelles Internet ist entscheidender Wettbewerbsfaktor und das Thema Datensicherheit bekommt eine andere Tragweite.“ „Design to Business“ biete den Blick über den Tellerrand.

 

Unternehmen aus Hessen wie Leica Camera aus Wetzlar, Flexlink Systems aus Offenbach oder Vitronic aus Wiesbaden gaben auf der Konferenz einen Einblick, wie sie die Chancen der Digitalisierung erfolgreich für neue Produkte und Geschäftsmodelle nutzen. Insgesamt sprachen 20 Experten aus den Branchen Industrie-Automation, Intralogistik, Design und Tele-kommunikation über ihre Lösungsansätze und zukunftsweisenden Methoden. In acht Workshops tauschten sich die Teilnehmer der Jahreskonferenz aktiv aus. Zur Auswahl standen aktuelle Innovationsthemen wie Digitalisierung durch Kollaboration, Mitarbeiter als Innovationstreiber oder Methoden zur Geschäftsmodell- und Produktentwicklung.

 

Die Offenbacher IHK-Geschäftsführerin für den Bereich Innovation und Umwelt Mirjam Schwan: „In ,Design to Business‘ arbeiten über 30 Design-büros und Agenturen zusammen. Gemeinsam mit den IHKs bietet das Netzwerk kostenfreie Beratung und konkrete Unterstützung bei der Entwicklung und der Kommunikation innovativer Produkte und Dienstleistungen. Allein in diesem Jahr haben über 150 kleine und mittlere Unternehmen der Region das Angebot für ihren Erfolg genutzt.“

 

Die Jahreskonferenz wird unterstützt von Vodafone, der Energieversorgung Offenbach mit dem „EVO-Startwerk“ für Gründer und Startups und der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft des Landes Hessen. Medienpartner sind die Zeitschrift „Markt und Mittelstand“ sowie das „Metropol“-Magazin der FAZ.

 

Weitere Informationen: www.design-to-business.de

 

Design to business 2017
Diskutierten über Design als Wirtschafts- und Standortfaktor (v.l.n.r.): Wiesbadens Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel, Hessens Wirtschafts-minister Tarek Al-Wazir, der Vorsitzende des Kreativwirtschaftsaus-schusses der IHK Wiesbaden Stephan Fink, die Präsidentin der IHK Of-fenbach am Main Kirsten Schoder-Steinmüller sowie Offenbachs IHK-Geschäftsführerin für den Bereich Innovation und Umwelt Mirjam Schwan. Foto: S. Byczek

 

 

Weitere Informationen: Klaus Linke
Pressemeldungen
23.05.2018 Wirtschaft fordert Programmauftrag ein
Umfrage unter den Hessischen IHKs ergibt klares Petitum für Qualitätsjournalismus / Quoten sehr umstritten

Mit einem Gebührenanteil von über neun Prozent sind die Unternehmer die größte Gruppe der Fernsehzuschauer. Im Rahmen der Debatte um eine weitere Erhöhung der Rundfunkgebühren und um mögliche Umstrukturierungen des Systems meldet sich die Hessische Unternehmerschaft mit einer klaren Erwartungshaltung an Radio und Fernsehen von ARD und ZDF. Eine Umfrage unter den Mitgliedern der Vollversammlungen aller Hessischen IHKs ergab ein klares Petitum für den Fortbestand des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks (ÖRR – ARD, ZDF, Deutschlandradio, ARTE). Doch verbinden die Unternehmer, deren Unternehmen nach Mitarbeiterzahl und Niederlassungen gestaffelt Rundfunkgebühren leisten, klare Forderungen an das Angebot von Radio und Fernsehen.

18.05.2018 Erster Platz für deutsche Auslandsberufsschule in Madrid
Von Hessen unterstützt

Großer Erfolg für die deutsche Auslandsberufsschule FEDA Madrid. Beim 6. IHK-Wettbewerb für deutsche Auslandsschulen 2017/18 belegte sie am 15. Mai 2018 in Berlin den ersten Platz.: „Die hessischen Industrie- und Handelskammern finanzieren den Wettbewerb mit. Die Schule in Madrid wird vom hessischen Kultusministerium unterstützt, es entsendet den Schulleiter, einen Berufsschullehrer im hessischen Schuldienst: Zwei Gründe, weshalb wir uns über diesen tollen Erfolg mitfreuen“, sagte Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

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