Jugendliche gemeinsam auf den richtigen Berufsweg begleiten: Zukunft der Berufs- und Studienorientierung in Hessen

170 Teilnehmer aus den Bereichen Schule, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten am 23. Juni 2017 beim „Zukunftsforum BSO Hessen“ – BSO steht für Berufs- und Studienorientierung – der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) mit dem hessischen Kultusminister Dr. R. Alexander Lorz in der IHK Darmstadt über die Zukunft der Berufs- und Studienorientierung in Hessen.

Zukunft der Berufs- und Studienorientierung in Hessen
(v.l.n.r) Moderatorin Stefanie Petereit , für Garderobe keine Haftung, Prof. Dr. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister, Matthias Martiné, Vizepräsident IHK Darmstadt Rhein-Main-Neckar, Prof. Dr. Ralf Tenberg, Technische Universität Darmstadt, Barbara Jühe, Integrierte Gesamtschule Kelsterbach, Fabian Pflume, Landesschülersprecher Hessen, Burkhard Kübel-Sorger, J. P. Morgan Stiftung.

Im Laufe des Zukunftsforums sprachen die Teilnehmer aus unterschiedlichen Perspektiven über künftige Herausforderungen der schulischen BSO und Impulse, die die Landesregierung geben sollte. Beispielsweise wurde die Stärkung der Berufsorientierung an Gymnasien, die Einbindung der Eltern in den Berufswahlprozess und die Bedeutung guter Praktika für die spätere Berufsentscheidung diskutiert.

 

Lorz betonte in der Diskussion mit Unternehmern, Vertretern aus Lehrer- und Schülerschaft die Bedeutung der Kooperation der Akteure und wagte einen Blick in die Zukunft der Berufsorientierung:

„In Zukunft wird die Nachfrage nach Fachkräften, besonders auch im MINT-Bereich, noch weiter steigen. Dabei gewinnt der Matchingprozess zunehmend an Bedeutung: In Zeiten von Digitalisierung und Automatisierung braucht unser Land die Potenziale von Schulabsolventinnen und -absolventen aller Schulformen. Eine praxisnahe Berufs- und Studienorientierung unterstützt die Jugendlichen bei der Wahl des passenden Ausbildungsweges“, erklärte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

 

Für den Vizepräsidenten der IHK Darmstadt, Matthias Martiné, ist diese Aufmerksamkeit ein gutes Zeichen: „Es freut mich, dass wir sowohl mit dem Projekt als auch beim heutigen Zukunftsforum die verschiedenen Perspektiven auf Berufswahlprozesse integrieren konnten. Denn: Eine gelungene Berufs- und Studienorientierung ist entscheidend, um spätere Ausbildungs- oder Studienabbrüche zu verhindern. Das ist nicht nur gut für die Wirtschaft, die guten Fachkräftenachwuchs braucht, sondern auch für die Schüler, die vor einem persönlichen Rückschlag bewahrt werden. Damit der Berufswahlprozess aber wirklich gelingt, müssen Schulen, Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen.“

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projekts „Unterstützung der Berufs- und Studienorientierung Hessen“ in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt ausgerichtet. Das Zukunftsforum bildete dabei den offiziellen Abschluss der Projektaktivitäten, die seit Sommer 2015 von der IHK Darmstadt aus in ganz Hessen umgesetzt wurden. In diesem Zeitraum wurden Lehrkräftefortbildungen zu wirtschaftsrelevanten Themen wie Bewerbungstraining, Praktikumsbegleitung oder Unternehmenskooperation umgesetzt, Unterrichtsmaterialien erstellt und der Kontakt zwischen Schulen und Unternehmen gestärkt.

 

Durch den Austausch von Erfahrungen und guten Umsetzungsbeispielen wurden Lehrkräfte in ganz Hessen bei der Implementierung von BSO-Maßnahmen unterstützt. In Pilotprojekten haben Schulen unter anderem den Einsatz von Technikbaukästen und 3D-Druck im berufsorientierenden Unterricht erfolgreich erprobt. All das mit dem Ziel, eine praxisnahe Berufs- und Studienorientierung an Schulen zu realisieren und den Jugendlichen so den bestmöglichen und passenden Start in Ausbildung, Studium oder Beruf zu ermöglichen.

Mit den Angeboten wurden über 700 Lehrkräfte und Multiplikatoren an mehr als 370 Schulen in Hessen direkt erreicht. Ermöglicht wurde dieses Engagement durch die Privatbank J.P. Morgan in Frankfurt, die in der Förderung von Bildung eine zentrale Aufgabe für die Zukunft sieht. „Eine gute Berufsorientierung dank einer kompetenten Begleitung schon während der Schulzeit erhöht die Chancen junger Menschen auf einen erfolgreichen Übergang in Ausbildung und Beruf maßgeblich und hilft, unnötige Brüche zwischen Schule und Ausbildung oder Studium zu verhindern“, erläutert Burkhard Kübel-Sorger, Vorstandsvorsitzender der J.P. Morgan AG in Frankfurt. „Angesichts der wichtigen Chancengleichheit für jeden Einzel-nen, aber auch des Fachkräftemangels in einigen Bereichen, sehen wir in der Berufsorientierung und Arbeitsmarktintegration eine zentrale gesell-schaftliche Aufgabe, bei der alle Beteiligten an einem Strang ziehen müssen.“

 

Die Ergebnisse des Zukunftsforums werden am 15. August 2017 unter www.bso-hessen.de  veröffentlicht.

 

Weitere Informationen unter www.bso-hessen.de.

Ansprechpartnerin:

Kirsten Rowedder, Federführerin Schule, Telefon (06151) 871279, E-Mail: kirsten.rowedder@darmstadt.ihk.de

Weitere Informationen: Kirsten Rowedder
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