Hessischer Exportpreis 2017
Drei Unternehmen ausgezeichnet

Am Abend des 20. Juni 2017 wurde das Geheimnis gelüftet: die Gewinner des Hessischen Exportpreises 2017 sind HP Velotechnik OHG aus Kriftel, A+W Software GmbH aus Pohlheim sowie das Bad Nauheimer Unternehmen MICROBOX GmbH.

20.06.2017: Am Abend des 20. Juni 2017 wurde das Geheimnis gelüftet: die Gewinner des Hessischen Exportpreises 2017 sind HP Velotechnik OHG aus Kriftel in der Kategorie „Handwerk ", A+W Software GmbH aus Pohlheim als bestes Unternehmen in der Kategorie „Service und Beratung " sowie das Bad Nauheimer Unternehmen MICROBOX GmbH als Preisträger in der Kategorie „Industrie und Handel".

 

Die drei mittelständischen Betriebe nahmen ihre Auszeichnungen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main entgegen. Der Hessische Exportpreis wird alle zwei Jahre von der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern und vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung vergeben.

 

„Hessische Unternehmen erzielen mehr als die Hälfte des Umsatzes durch den Außenhandel, in manchen Branchen sind es sogar drei Viertel des Umsatzes.", sagte Eberhard Flammer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE). „Der Erfolg unserer Unternehmen auf den Weltmärkten ist daher eine entscheidende Grundlage für Wachstum und Beschäftigung in Hessen. Hierzu trägt insbesondere der Mittelstand, der 80 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland erzielt, mit dem Fleiß, der Sorgfalt und der Kreativität der Unternehmer und der Beschäftigten bei.“

 

„Wir brauchen heute Innovationen, um auf den Märkten von morgen erfolgreich zu sein. Innovationskraft ist die Fähigkeit, aus Entwicklungen schnell marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu machen; sie beruht maßgeblich auf weitsichtigen Investitionsentscheidungen der Unternehmen. Insbesondere Hessens kleine und mittlere Unternehmen profilieren sich dabei als Impulsgeber“, betonte Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, der die Trophäen an die Preisträger überreichte.

 

In seiner Keynote zur Preisverleihung wies Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rittal GmbH & Co. KG aus Herborn da-rauf hin, dass die deutsche Wirtschaft in hohem Maße exportorientiert sei. Nicht nachahmen, sondern die eigenen Stärken ausspielen, das sei neben Mut und Einsatz das Erfolgsrezept des deutschen Mittelstandes auch im Ausland. Der Aufwärtstrend sei intakt. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen trügen zu diesem Aufschwung bei.

 

Heinrich Gringel, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern sagte: „Der Export beziehungsweise die Erbringung von Dienstleistungen im Ausland ist im Zeitalter der Globalisierung glücklicherweise nicht nur Großunternehmen vorbehalten. Gefragt ist auch immer handwerkliche Qualitätsarbeit. Inzwischen gibt es auch immer mehr Handwerksunternehmer, für die das, sich bewegen‘ auf Auslandsmärkten heute eine Selbstverständlichkeit ist. Das haben unter anderem auch wieder die zahlreichen Bewerbungen gezeigt, die dieses Jahr im Rahmen der Vergabe des Hessischen Exportpreises eingegangen sind. Auf diese Weise stärken hessische Handwerksunternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen den Ruf Hessens im Ausland.“

 

HP Velotechnik entwickelt und baut seit 1993 Spezialräder und Zubehör, deren Produktion in einer Manufaktur in Kriftel erfolgt. Die qualitativ sehr hochwertigen Fahrzeuge mit technisch einzigartigen Lösungen werden in Einzelfertigung und nach Kundenwünschen weltweit in über 30 Länder exportiert. Die USA stellen dabei den größten Markt dar, für den HP Velo-technik eine eigene Produktlinie entwickelt hat. Spezialprodukte können auch von Menschen mit Handicap genutzt werden.

 

Patente hält HP Velotechnik unter anderem für Faltgelenke, aber auch Spezialpedale. Besonders kundenfreundlich und innovativ ist das Baukastensystem der angebotenen Räder, denn es ermöglicht, die Produkte individuell zu konfigurieren. Der Exportanteil des Unternehmens mit 35 Mitarbeitern lag 2016 bei 48 Prozent.

 

Der zweite Preisträger, A+W Software GmbH, entwickelt Software für die Flachglasindustrie sowie für Produzenten von Fenstern, Türen, Toren und Sonnenschutz. Mit diesen Lösungen wird die gesamte Wertschöpfungskette vom Basisglas bis zum fertigen Fenster oder Fassadenelement – von der Auftragsbearbeitung über dynamische Verschnitt-Optimierung und Produktionsmanagement – bis hin zur individuellen Direktverpackung und Aus-lieferung gesteuert.

 

Das Unternehmen wurde 1977 gegründet und ist bereits ein Jahr nach Gründung im Ausland aktiv geworden. Die ersten Auslandsniederlassungen eröffneten in den achtziger Jahren. Heute erwirtschaften die 145 Mitarbeiter in Deutschland und 40 im Ausland 59 Prozent des Umsatzes außer-halb Deutschlands. A+W vertreibt seine Produkte weltweit und ist im Bereich Software für Glas globaler Marktführer. Wachstumspotentiale sieht das Unternehmen in den Regionen Nord-, Mittel- und Südamerika sowie insbesondere in China.

 

Das Produkt des dritten Preisträgers, MICROBOX aus Bad Nauheim, ist ein absolutes Nischenprodukt. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt hochauflösende Buchscanner und Kameras zur Erfassung von Kulturgut sowie für weitere Spezialanwendungen. Die Systeme sind weltweit in über 2.000 Bibliotheken, Archiven und Museen sowie spezialisierten Fertigungsunternehmen erfolgreich im Einsatz. Durch die selbstentwickelte 71-Megapixel-Kamera erzielen die Scanner eine konkurrenzlose Produktivität und Bildqualität.

 

MICROBOX wurde 1959 gegründet und ist seit 1964 im Ausland aktiv; der-zeit in über 60 Ländern. Ganz bewusst wurde kontinuierlich ein sehr inter-nationales, mehrsprachiges Team aufgestellt und Social Media als Marketinginstrument eingesetzt, um die Zielmärkte erfolgreich zu bearbeiten. Ent-sprechend ist der Auslandsumsatz in den letzten Jahren stark angestiegen: von 33 Prozent in 2014 auf derzeit 68 Prozent. Die Produkte von MICROBOX zeichnen sich durch besondere Umweltfreundlichkeit aufgrund der hohen Energieersparnis aus.

 

Am Wettbewerb für den Hessischen Exportpreis 2017 hatten sich insgesamt 54 Unternehmen beteiligt. Besonders groß war die Konkurrenz wieder bei den Industrieunternehmen, die sich in der Kategorie „Industrie und Handel" beworben hatten. Eine neunköpfige Jury, bestehend aus Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien, hat die drei Gewinner ausgewählt.

Bilder zur Veranstaltung finden Sie unter https://c.web.de/@337598008830991190/_hcm32ckR_-zpaKd-kgggQ

Weitere Informationen: Klaus Linke
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