Hessische Exporteure setzen auf den Euroraum und auf China

Der Brexit belastet das Auslandsgeschäft der hessischen Exporteure, der Euroraum und China hingegen versprechen auch weiterhin gute Geschäfte. Das ist die Quintessenz der IHK-Umfrage Going International unter auslandsaktiven Unternehmen in Hessen.

16.03.2017:  Der Brexit belastet das Auslandsgeschäft der hessischen Exporteure, der Euroraum und China hingegen versprechen auch weiterhin gute Geschäfte. Das ist die Quintessenz der IHK-Umfrage Going International unter auslandsaktiven Unternehmen in Hessen.

 

Die Eurozone ist unbestrittener Kernmarkt der Unternehmen, nur fünf Prozent der befragten Unternehmen sind dort nicht aktiv. 95 Prozent bewerten Ihre Geschäftslage im Euroraum als gut oder befriedigend. Die Note zwei wurde dabei gegenüber dem Vorjahr deutlich häufiger vergeben und zwar von 54 Prozent der Unternehmen. Nur drei Prozent berichteten über eine schlechte Geschäftslage. Und für die künftige Geschäftsentwicklung sind die Unternehmen fast einhellig optimistisch.
Auch die übrigen EU-Märkte laufen gut, mit der großen Ausnahme Großbritannien. Nur ein Viertel der Unternehmen berichtet über eine gute Geschäftslage im Vereinigten Königreich, fast ein Viertel beurteilt die aktuelle Geschäftssituation als schlecht. Dies deutet darauf hin, dass die Unsicherheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen bereits heute Geschäftsabschlüsse verhindert. Die Unternehmen fürchten dabei nicht nur mögliche Zölle, sondern vor allem auch bürokratischen Mehraufwand und Probleme im Bereich Personenfreizügigkeit und im Zahlungsverkehr. Jedes zehnte Unternehmen plant sogar eine Verlagerung von Investitionen auf andere Märkte.

 

Eindrucksvoll ist der positive Blick der hessischen Unternehmen auf China: Zwei Drittel der Unternehmen sehen schon heute eine gute und befriedigende Geschäftssituation, die Note 2 wurde ebenfalls häufiger vergeben als im Vorjahr und der Anteil der Unternehmen, die die Lage als schlecht bewerten, sank von 25 auf 16 Prozent. Für die Zukunft erwartet man vom chinesischen Markt noch mehr: 30 Prozent der befragten Unternehmen erwarten im „Reich der Mitte“ künftige bessere Geschäftsperspektiven, nur sechs Prozent erwarten schlechtere Geschäfte. China ist also einmal mehr der Hoffnungsmarkt für die hessische und sicherlich auch die deutsche Wirtschaft. Auch die übrige Region Asien-Pazifik wird positiv gesehen, 20 Prozent erwarten hier bessere Geschäfte und nur marginale vier Prozent rechnen mit einem schlechteren Geschäftsverlauf.

 

Der US-Markt war 2016 aus Sicht der befragten Unternehmen in guter Verfassung. 53 Prozent der befragten Unternehmen sind in den Vereinigten Staaten aktiv. 41 Prozent bezeichnen die geschäftliche Situation als gut, 36 Prozent finden diese befriedigend. Besser werden nur die Märkte der Eurozone bewertet. Aber die Prognose für das künftige US-Geschäft ist getrübt: 27 Prozent der befragten Unternehmen erwarten künftig schlechtere Geschäfte in den USA. Auf der anderen Seite blicken aber auch 16 Prozent der Unternehmen optimistisch auf den US-Markt und die Mehrheit erwartet gleichbleibend gute Geschäfte. Auch der mexikanische Markt wird keinesfalls abgeschrieben. Fast die Hälfte der Unternehmen rechnet mit gleichbleibenden Geschäftsperspektiven. Optimisten und Pessimisten halten sich mit jeweils 11 Prozent die Waage. Bei Kanada ist der CETA-Effekt zumindest angedeutet. 13 Prozent erwarten künftig bessere Geschäfte, nur sieben Prozent rechnen mit einem schlechteren geschäftlichen Umfeld.

 

Die IHKs und der DIHK befragten im Februar 2017 erneut bundesweit Unternehmen zur aktuellen Geschäftssituation und Erwartungen in wichtigen Auslandsmärkten. In Hessen beteiligten sich 224 Unternehmen, mehrheitlich aus dem klassischen Mittelstand mit einem Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro an der Umfrage. 40 Prozent der befragten hessischen Unternehmen haben eigene Niederlassungen und Tochtergesellschaften im Ausland. Ein Drittel der Unternehmen setzt auf Vertriebsbüros und Repräsentanzen und auch selbständige Kooperationspartner werden weiterhin geschätzt. Insgesamt fällt auf, dass nahezu alle Formen der Marktbearbeitung stärker genutzt werden, d.h. die Unternehmen nutzen mehrere Instrumente gleichzeitig und passen diese den Gegebenheiten des Marktes an.

Weitere Informationen: Anne Waldeck
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